Autowerbung

Eine Autowerbung gehört nach wie vor zu den beliebten und geeigneten Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Als Voraussetzung dafür muss das Fahrzeug von seiner Art und von seiner Gesamterscheinung her als Werbeträger geeignet sein. Die Werbefläche, und zwar vorzugsweise die beiden Fahrzeugseiten, muss ausreichend groß sein. Als weitere Werbefläche eignen sich die Motorhaube, sowie die Kofferraumhaube bei Autos mit Stufenheck.

Mit jeder Werbung soll der Kunde, also der Endverbraucher für das Produkt, für die Ware oder die Dienstleistung, möglichst direkt erreicht werden. Bei der Autowerbung muss das in jedem einzelnen Fall näher geprüft werden. Für den Werbenden stellt sich die Frage, ob das betreffende Fahrzeug mit seinen Fahraktivitäten der richtige Werbeträger ist. Handelt es sich um die Werbung eines örtlichen Unternehmers, dann ist für ihn die Autowerbung an einem Fahrzeug interessant, das nahezu ausschließlich stadtnah am Ort sowie in der unmittelbaren Umgebung gefahren wird. Dem Werbenden ist mit Fahrten auf der Bundesautobahn oder auf einer Bundesstraße abseits der Ortschaft wenig beziehungsweise gar nicht geholfen.

Der Kfz-Halter muss umgekehrt das Auto in dem infrage kommenden Gebiet möglichst häufig fahren. Entscheidend für eine Autowerbung sind die Blickkontakte der Passanten sowie der anderen Verkehrsteilnehmer zu dem mit der Autowerbung versehenen Fahrzeug hin. Dessen Präsenz ist unabdingbar notwendig; denn nur dann, wenn das Auto sichtbar gefahren wird oder steht, wird es von den potentiellen Werbekunden gesehen und wahrgenommen. Bewegt der Fahrzeughalter nur der Autowerbung wegen sein Auto, dann muss er die dadurch entstehenden Kosten ermitteln und von seinem Erlös aus der Autowerbung abziehen. Ihm entstehen Ausgaben, die er ohne die Autowerbung gar nicht hätte.

Geradezu ideal für eine Autowerbung sind Fahrzeuge von Fahrschulen, von Taxiunternehmen sowie von Rettungsdiensten und karitativen Einrichtungen wie Deutsches Rotes Kreuz oder Arbeiterwohlfahrt. Diese Fahrzeuge sind dauerhaft unterwegs. Taxistände sind meistens an zentralen innerstädtischen Örtlichkeiten, an einem Krankenhaus oder vor einem Ärztehaus. Die Fahrzeuge von Fahrschulen werden zwar auch außer Orts, überwiegend jedoch innerörtlich gefahren. Der Fahrschulbetreiber muss seine Fahrzeuge fahren, um Geld zu verdienen. Mit einer Autowerbung, zusätzlich zu seiner eigenen Werbung, kann er durchaus einen monatlichen dreistelligen Eurobetrag verdienen.

Eine Autowerbung wird auf Onlineportalen im Internet angeboten beziehungsweise vermittelt. Auf diesen Onlinemarktplätzen registrieren sich sowohl Werbende als auch Werbeträger. Sie finden hier zueinander und können auf direktem Wege abklären, ob ein gegenseitiges Interesse besteht. Wenn das der Fall ist, dann wird dazu ein Vertrag über die gegenseitigen Rechte und Pflichten abgeschlossen. Zu den geeigneten Werbeträgern gehören auch gemeinnützige Verein aus Sport und Kultur. Auf ihrem Vereinsfahrzeug bieten sie die freien Flächen für eine Autowerbung an. Der Van mit sechs bis acht Sitzplätzen verfügt über ausreichend großen Platz für mehrere Werbeträger. Die rekrutieren sich erfahrungsgemäß aus der näheren Umgebung und unterstützen auf diese Weise den Verein.

Aber auch der Privatmann kann sich eigenständig um Autowerbung bemühen. Möglichkeiten dazu hat er mit einer eigenen Homepage, oder durch eine direkte Ansprache von Firmen und Unternehmen. Entscheidend ist immer, dass Werbung und Werbeträger zueinander passen. Ist das der Fall, dann sind beide Seiten mit der Autowerbung zufrieden; der Werbeträger mit dem Erfolg seiner Autowerbung, und der Kfz-Halter mit dem Geld verdienen daran.