Babysitten

Modische Kleidung, Schuhe, Smartphones: Die meisten Dinge, die Teenagern wichtig sind, kosten Geld. Daher suchen sich viele Jugendliche einen Nebenjob, um ihre Hobbys und Interessen zu finanzieren. Während junge Männer häufig Zeitungen austragen oder Gartenarbeit erledigen, bevorzugen Frauen in der Regel eine Beschäftigung als Babysitterin. Doch Kinderbetreuung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und Eltern vertrauen ihre Kinder nicht leichtfertig irgendjemandem an. Wenn Sie als Babysitter arbeiten möchten, sollten Sie wissen, was auf Sie zukommt und welche Qualifikationen Eltern erwarten.

Wie finden Babysitter eine Stelle?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine Stelle als Babysitter zu finden. Familien, die eine zuverlässige Betreuung für ihre Kinder suchen, wenden sich oft zuerst an Freunde oder Bekannte und erkundigen sich, ob ihnen jemand eine geeignete Person empfehlen kann. Es lohnt sich also, zunächst einmal herumzufragen, ob in der Nachbarschaft oder sogar innerhalb der eigenen Familie Bedarf besteht.
Zusätzlich ist es sinnvoll, die Kleinanzeigen in lokalen Zeitungen nach Babysitter-Gesuchen zu durchforsten. Inzwischen gibt es auch viele Online-Netzwerke, bei denen Babysitter nach Jobs suchen und Familien ihre Anfragen veröffentlichen können. Ein vollständig ausgefülltes Profil mit Bild wirkt professionell und schafft Vertrauen. Wenn Sie noch mehr Eigeninitiative zeigen möchten, verteilen Sie Flyer mit einer kurzen Vorstellung Ihrer Person und den Kontaktdaten in Supermärkten oder Kindergärten.

Welche Qualifikationen und Kenntnisse sollte ein Babysitter mitbringen?

Nach der ersten Kontaktaufnahme per Telefon möchten Eltern ihren potenziellen neuen Babysitter natürlich persönlich kennenlernen. Dabei wird die Sprache früher oder später auf Erfahrungen mit Kindern kommen, die der Babysitter bereits gesammelt hat. In den Augen von Müttern und Vätern ist es vorteilhaft, wenn die neue Kinderbetreuerin beispielsweise bereits auf jüngere Geschwister aufgepasst hat. Auch die Leitung von Kindergruppen oder die Mitorganisation von Ferienfreizeiten für Kinder sind Erfahrungen, die Eltern bei ihrem zukünftigen Babysitter zu schätzen wissen.
Neben praktischen Erfahrungen wünschen sich viele Eltern auch erste pädagogische Fachkenntnisse. Inzwischen bieten zahlreiche Institutionen wie zum Beispiel die VHS oder der Kinderschutzbund Babysitterkurse an. Für die aktive Teilnahme an diesen Kursen wird ein Zertifikat ausgehändigt. Inhalt dieser Seminare sind Themen wie entwicklungspsychologische Grundlagen, altersgerechten Spielideen für Kinder, rechtliche Fragen und praktische Tipps, beispielsweise im Hinblick auf die Pflege von Kleinkindern. Babysitter, die einen entsprechenden Kurs absolviert haben, werden gerne eingestellt, weil sie Engagement und Interesse zeigen.

Was verdient ein Babysitter?

Ihr Lohn als Babysitter ist Verhandlungssache. Oft ist er abhängig vom Alter des Babysitters und von bereits vorhandenen Erfahrungen. Manche Familien handeln mit dem Babysitter einen Pauschalpreis aus, wenn es sich zum Beispiel um eine Betreuung über Nacht handelt. Meist wird aber ein Stundenlohn vereinbart. Dieser liegt zwischen 5 und 15 Euro. Müssen Sie mehrere Kinder betreuen, können Sie durchaus einen höheren Lohn verlangen als wenn nur ein Kind zu betreuen ist. Säuglinge und Kleinkinder haben zudem andere Bedürfnisse als Grundschulkinder, deren Betreuung weniger intensiv und fordernd ist, weil sie sich auch selbstständig beschäftigen können

Was ist darüber hinaus beim Babysitting zu beachten?

Babysitting ist ein Job, der viel Verantwortung mit sich bringt. Wer kleine Kinder betreut, sollte wirklich mit Spaß und Achtsamkeit bei der Sache sein. Eltern und auch Kinder spüren es, wenn der Babysitter nur darauf aus ist schnell und einfach Geld zu verdienen.
Auch Zuverlässigkeit ist eine wichtige Voraussetzung, um langfristig als Babysitter erfolgreich zu sein.