Blut spenden

Kann man Blutspenden tatsächlich als Nebenjob bezeichnen? Auch wenn vorwiegend die gute Tat zählt, erhält man für seine Spende sehr wohl eine Aufwandsentschädigung. Somit vollbringt der Spender nicht nur eine gute Tat, indem er im Extremfall sogar dazu beiträgt, Leben zu retten, sondern ermöglicht auch einen finanziellen Vorteil für sich. Achtung: Nicht jede Einrichtung bietet eine finanzielle Entschädigung an, sondern bedankt sich in Form von Präsenten.

Blutspenden als Nebenjob? Ist das überhaupt möglich?

Im Regelfall wird eine Vollblutspende durchgeführt. Hier werden dem Spender rund 500 ml Blut abgenommen, haltbar gemacht und danach untersucht. Bestätigt die Untersuchung, dass das Blut in Ordnung ist, dient es für verschiedene Produkte, die vorwiegend in einer Blutbank zur Lagerung aufbewahrt werden. Jedoch kann nicht jeder Mensch Blut spenden. In erster Linie muss man mindestens 18 Jahre alt sein; das Höchstalter liegt bei 68 Jahren. Des Weiteren muss der Spender gesund sein. Sollte der Blutspender innerhalb von sechs Monaten eine Tätowierung oder Piercing erhalten haben, gilt dies automatisch als Ablehnungsgrund. Des Weiteren dürfen weder schwangere Personen noch Personen, die an einem Eisenmangel leiden, Blut spenden. Ebenfalls sind Personen, die vor relativ kurzer Zeit eine Schutzimpfung erhielten, nicht als Spender geeignet.

Der kostenlose Gesundheits-Check-up

Bevor man seine erste Blutspende abgibt, erfolgt eine Untersuchung. Der Mediziner untersucht die Organe (vorwiegend Herz und Lunge), misst den Blutdruck und die Körpertemperatur und lässt den Spender einen Fragebogen ausfüllen. Mit diesem erhält der Mediziner eine Auskunft darüber, ob etwaige Krankheiten existieren oder ein Risiko vorliegt. Ist das nicht der Fall, beginnt die Blutspende. Somit vollbringt der Spender nicht nur eine gute Tat, sondern verdient Geld und erhält sogar noch einen Gesundheits-Check-up.

Auch beim Blutspenden sollte man gewisse Regeln einhalten

Jedoch gibt es, wie bei jedem Job (oder Nebenjob) Regeln, die einzuhalten sind. So gilt am Abend vor der Spende Alkoholverbot. Jedoch ist es unerlässlich, dass man genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Eine nicht zu fettreiche Mahlzeit vor dem Blutspenden hilft dem Kreislauf – extrem fette Speisen sind also zu vermeiden. Im Vergleich zu Plasmaspenden ist es möglich, mehrmals im Jahr eine Vollblutspende durchzuführen. Je nach Geschlecht, Gesundheitszustand und Institut darf man rund vier bis sechs Mal pro Jahr Blut spenden. Das bedeutet, dass man im Idealfall rund alle zwei Monate sein Blut spenden darf. Die Höhe der Aufwandsentschädigung hängt in erster Linie vom Blutspendedienst ab. Jedoch sind Beträge zwischen 20 Euro und 25 Euro keine Seltenheit. Es gibt aber auch Institutionen, welche keine Geldleistung erbringen, sondern in Form von Präsenten ihre Dankbarkeit zeigen. Möchte man mit dem Blutspenden Geld verdienen, ist es daher ratsam, im Vorfeld zu klären, welche Art der Aufwandsentschädigung besteht.

Nicht jede Institutionen bietet Geld für die Spende an

Es gibt viele Möglichkeiten, Blut zu spenden. Eine Aufwandsentschädigung – in Form von Geld – erhält man im Regelfall an Universitätskliniken oder auch im Krankenhaus. Auch Pharma-Unternehmen bieten einem immer wieder die Möglichkeit an, mit seiner Blutspende Geld zu verdienen. Andere Institutionen veranstalten hingegen „Blutspende-Abende“ und laden die Bevölkerung zum Blutspenden ein. Bei den mobilen Einrichtungen gibt es aber nur selten bis gar keine finanzielle Aufwandsentschädigung – hier gibt es Präsente oder eine Kleinigkeit zu essen.