Haushaltshilfe

Wie das Wort sagt, ist die Haushaltshilfe eine in den meisten Fällen weibliche Person, die in einem anderen, also nicht im eigenen Haushalt, bei der Hausarbeit hilft. Von ihrem Ursprung her werden von der Haushaltshilfe überwiegend die hilfsweisen Arbeiten im Haushalt erledigt. Die Haushaltshilfe geht, wie es genannt wird, der Hausfrau zur Hand. Die entscheidet über At und Umfang der Arbeiten, die erledigt werden sollen. Zum Charakter einer Haushaltshilfe gehört, dass sie stundenweise im Haushalt mitarbeitet. Das kann, muss aber keineswegs täglich der Fall sein. Beschäftigt wird sie in aller Regel bei Bedarf und nach Arbeitsanfall.

In der heutigen Zeit ist die Haushaltshilfe aber auch ein feststehender Begriff im deutschen Sozialversicherungssystem. Alle Zweige mit Kranken- und Pflegekasse, mit Unfall-, Renten- sowie Arbeitslosenversicherung haben eigene Regelungen und Bestimmungen zum Einsatz von Haushaltshilfen. In den meisten Fällen wird die Hausfrau in ihrer täglichen Hausarbeit nicht unterstützt, sondern ersetzt. Sie ist aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage, temporär den Haushalt zu führen oder aufrecht zu erhalten. Der jeweilige Sozialversicherungsträger, beispielsweise die Kranken-, die Unfall- oder die Pflegekasse, stellt aus diesem Grunde eine von ihr ausgewählte und bezahlte Fachkraft als Haushaltshilfe zur Verfügung.

Je nach Qualifikation der Mitarbeiterin und dem individuellen Haushalt ist mit Haushaltshilfe, also mit einer Hilfe im Haushalt, das gesamte Spektrum der Haushaltsführung angesprochen. Dazu gehören beispielsweise Reinigungs- und Putzarbeiten, das Zubereiten von Mahlzeiten, die Kinderbetreuung, das Einkaufen des täglichen Bedarfs sowie die Erledigung von Botengängen jeglicher Art. Nicht dazu gehört die medizinische Pflege und Versorgung der Haushaltsangehörigen. Die Betonung liegt auf der Hilfe im Haushalt bei allen Arbeiten, die im direkten sowie mittelbaren Zusammenhang mit der Haushaltsführung stehen.

Eine Haushaltshilfe wird üblicherweise stundenweise, also nach der Zahl der im Haushalt gearbeiteten Stunden, bezahlt. Dabei handelt es sich um ein Arbeitsverhältnis mit einem klar definierten Leistungsaustausch. In den meisten Fällen wird eine Haushaltshilfe auf der Minijobbasis gesucht. Damit verbunden ist eine obere Verdienstgrenze der Haushaltshilfe von monatlich 450 Euro. Die Haushaltshilfe kann diesen Betrag durchaus in mehreren Haushalten verdienen; die Summe ihrer Tätigkeiten darf den Betrag jedoch nicht überschreiten. Von ihr wird erwartet, dass sie ihren Arbeitgeber darüber informiert, ob und wenn, mit welchem Verdienst sie noch anderweitig einen Minijob ausübt. Wenn das der Fall ist, dann ergibt sich aus dieser Situation heraus der monatliche Höchstbetrag, den die Haushaltshilfe in dem jeweiligen Haushalt verdienen darf.

Der haushaltsführende Arbeitgeber muss seine Haushaltshilfe bei der Minijobzentrale anmelden und die damit verbundenen Abgaben, zusätzlich zum Arbeitslohn, bezahlen. Zum Haushaltsscheckverfahren der Minijobzentrale gehört unter anderem die Anmeldung bei der gesetzlichen Unfallversicherung. Dadurch ist die Haushaltshilfe, so wie andere Arbeitnehmer auch, während ihrer Tätigkeit im Haushalt inklusive dem direkten Hin- und Rückweg zum Arbeitsplatz unfallversichert; ebenso wie bei allen Botengängen, die vom Haushaltsführenden veranlasst werden. Die Versicherungsbeiträge zahlt der Haushaltsführende.

Nach wie vor werden Haushaltshilfen beschäftigt und bezahlt, ohne sie als Arbeitnehmer bei der Minijobzentrale anzumelden. Der Haushaltsführende erspart sich dadurch die Kosten für Steuern, Sozial- sowie Unfallversicherung, und darüber hinaus den dazugehörigen bürokratischen Aufwand von der Anmeldung bis hin zur Abmeldung. Das geht gut, solange es gut geht. Die Haushaltshilfe sollte in ihrem eigenen Interesse Wert darauf legen, dass ihre Mitarbeit im Haushalt ordnungsgemäß versichert wird. Das erfährt sie spätestens dadurch, dass sie als Arbeitnehmer über die Anmeldung bei der Minijobzentrale eine Kopie vom Haushaltsführenden beziehungsweise von dessen Steuerberater erhält. Der Haushalt ist eines der besonders unfallträchtigen Arbeitsgebiete. Allein aus seiner Fürsorgepflicht heraus sollte der Haushaltsführende seine Haushaltshilfe versichern und sie insofern absichern.