In der Fußgängerzone

Geld lässt sich bekanntlich dort am besten verdienen, wo viele Menschen sind. Deshalb sieht man in jeder größeren Fußgängerzone Straßenkünstler und Verkäufer, die ihr Talent oder Produkt zur Schau stellen. Einige Regeln gibt es dabei jedoch zu beachten.

Ein Talent präsentieren

Es ist wohl der Traum der meisten Menschen, mit ihrer Leidenschaft Geld zu verdienen. Wer ein Instrument spielt oder die Leute gerne unterhält, kann in Fußgängerzonen durchaus gute Gewinne erzielen. Schließlich sind die meisten Menschen gerade beim Einkaufen und Shoppen schneller bereit, für ein gut gespieltes Stück oder einen Zaubertrick etwas Geld in den Hut zu werfen. Allerdings ist die Fußgängerzone auch kein rechtsfreier Raum, weshalb Künstler und Händler im Vorfeld eine Sondernutzungserlaubnis beantragen müssen. Das ist im Grunde auch kein Problem, wenn die dargebotene Tätigkeit unter das Grundrecht der Kunstfreiheitsgarantie des Art. 5 III im Grundgesetz fällt. Musik, Scherenschnitte, Gemäldekunst und ähnliche Dinge dürfen in der Fußgängerzone also zur Schau gestellt werden. Auch Geld dürfen die Künstler damit verdienen. Anders sieht es aus, wenn es sich um bloße Bettelei handelt.
Während Straßenkünstler eine Leistung erbringen und dafür von den bummelnden Menschen entlohnt werden, möchten Bettler ihr Geld ohne Gegenleistung verdienen. Das ist für die Fußgänger zwar ärgerlich, aber nicht grundsätzlich verboten. Dennoch ist die Möglichkeit, in der Fußgängerzone Geld zu verdienen, für die meisten Menschen nicht die beste Alternative.

Verkauf in der Fußgängerzone

Grundsätzlich ist der Verkauf von Produkten oder Lebensmitteln in Fußgängerzonen erlaubnispflichtig. Wer also plant, eine Bratwurstbude aufzustellen oder als „fliegender“ Zeitungsverkäufer arbeiten möchte, muss beim jeweiligen Amt vorstellig werden und um eine Sondergenehmigung bitten. Diese wird natürlich nur dann gegeben, wenn der Bedarf an der jeweiligen Leistung noch nicht erfüllt ist. Möchte man beispielsweise einen Eiswagen aufstellen, wird überprüft, ob es in der Nähe des geplanten Standorts nicht zu viel Konkurrenz gibt. Ist das der Fall, wird in der Regel keine Genehmigung erteilt. Zudem spielt auch die Größe des Verkaufsraumes eine Rolle. Eine Würstchenbude könnte in einer Fußgängerzone zu viel Platz verbrauchen und dafür sorgen, dass kein flüssiger Durchgangsverkehr mehr möglich ist. Auch ein kleiner Informationsstand ist erlaubnispflichtig. Entscheidend ist hier, um welche Art von Informationen es sich handelt. Örtliche Unternehmen, die auf ihre Produkte aufmerksam machen möchte, haben grundsätzlich bessere Chancen, eine Genehmigung zu bekommen. Informationsstände und Zeitungsverkäufer, die nationalistisches oder in sonst einer Weise radikales Gedankengut bereitstellen, bekommen natürlich keine Erlaubnis.

Geld verdienen in der Fußgängerzone: Weitere Möglichkeiten

Egal, ob selbst geschnitzte Holzfiguren, Gemälde oder Musik: Es gibt viele Dinge, die man in der Fußgängerzone anbieten kann. Ob man dann Geld verdient, hängt natürlich in erster Linie davon ab, wie hochwertig das Produkt ist und – im Falle von Musik und Kunststücken – wie hoch der Unterhaltungswert ist. Wer ein Pantomime-Stück zusammenstellt oder Karikaturen zeichnet, hat grundsätzlich gute Chancen, damit etwas Geld zu verdienen. Auch der Verkauf von eigenen Gewürzmischungen oder Marmelade ist möglich. Wer regelmäßig in der Fußgängerzone zugegen ist und sich einen guten Ruf aufbaut, kann sich ein ansehnliches Nebeneinkommen erwirtschaften. In jedem Fall muss jedoch vorher beim zuständigen Amt angefragt werden. Gerade in größeren Städten gilt der Grundsatz „Wer zuerst kommt, malt zuerst“, weshalb man nicht zu lange zögern sollte.