Reinigungskraft

Eine Reinigungskraft wird heutzutage in vielen Bereichen gesucht, und dementsprechend aussichtsreich sind auch die Möglichkeiten zum Geld verdienen. Das gilt sowohl für die dauerhafte als auch für eine saisonale Tätigkeit wie in Urlaubs- und Tourismusregionen. Dort werden während der Sommer- oder Wintersaison Reinigungskräfte für Ferienhäuser und Ferienwohnungen, für Hotels und Pensionen sowie für Fremdenzimmer gesucht. Für Büros, Praxen, Krankenhäuser, Pflegeheim sowie vergleichbare Organisationen und Institutionen werden dauerhaft Reinigungskräfte gesucht. Deren Arbeitszeiten reichen von Tages- bis zu Nachstunden, von Werktagen über die Wochenenden bis hin zu Feiertagen. Überall muss sowohl aus Reinheits- als auch aus Hygienegründen gereinigt werden.

In den meisten Fällen ist die Arbeit als Reinigungskraft ein Minijob, also eine geringfügige Tätigkeit bei einer monatlichen Höchstverdienstgrenze von 450 Euro. Dieser Betrag wird vielfach nicht bei einem, sondern in der Summe bei mehreren Arbeitgebern verdient. In einem Privathaushalt wird eine Reinigungskraft oftmals nur einige Male im Monat stundenweise beschäftigt. Um die Möglichkeiten als Reinigungskraft auf der Minijobbasis auszuschöpfen, werden in der Regel mehrere Arbeits- beziehungsweise Reinigungsstellen benötigt. Jeder Arbeitgeber muss wissen, ob er, beziehungsweise dass er nicht der einzige ist; denn er muss sicherstellen, dass seine Reinigungskraft als Minijobberin nicht mehr als 450 Euro monatlich verdient. Der gewissenhafte Arbeitgeber lässt sich das zur eigenen Absicherung schriftlich bestätigen.

Die innovative Reinigungskraft hat mehrere Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Sie wird anhand der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden bezahlt. Als Minijobbern erhält sie nach geleisteter Arbeit das vereinbarte Entgelt ausbezahlt. Damit ist für sie im wahrsten Sinne des Wortes die Arbeit erledigt. Mancher Arbeitgeber würde eine gute und bewährte Reinigungskraft gerne ausgiebiger beschäftigen, also über die Minijobgrenze hinaus. Das wäre für ihn mit erheblichen Mehrkosten sowie mit einem bürokratischen Mehraufwand für die Abführung von Steuern und Sozialversicherung verbunden. Die Reinigungskraft kann ihm dahingehend entgegenkommen, dass sie ein selbstständiges Gewerbe anmeldet. Das ist bei der örtlichen Stadt- oder Gemeindeverwaltung möglich. Die Gewerbeanmeldung kostet selten mehr als zwanzig oder dreißig Euro. Die Reinigungskraft wird jetzt als eine Kleinunternehmerin tätig. Sie übernimmt dieselben Tätigkeiten wie bisher, jedoch auf einer anderen Grundlage. Der bisherige Arbeitgeber wird zum Auftraggeber. Sie stellt ihm über die geleisteten Arbeitsstunden eine Rechnung aus, die er ihr als Auftragnehmerin bezahlt. Damit ist für den Auftraggeber der Vorgang erledigt. Er hat weder weitere Kosten noch zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

Als selbstständige Reinigungskraft können alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit dieser Berufstätigkeit stehen, steuerlich geltend gemacht werden. Dazu gehören unter anderem auch die Fahrten mit dem Pkw zur jeweiligen Arbeitsstätte. Auf die Höhe der monatlichen Einnahmen braucht nicht mehr geachtet zu werden, und auch nicht auf die Zahl der Auftraggeber. Bei der Selbstständigkeit als Reinigungskraft gibt es keine Verdienstobergrenze, so wie bei der 450 Euro-Grenze als Minijobberin. Der Arbeit-/Auftraggeber, der mit seiner Reinigungskraft bestens zufrieden ist, braucht sich jetzt um keine zweite oder auch dritte zusätzliche Mitarbeiterin auf Minijobbasis zu bemühen. Er hat die Reinigungskraft, die er sich wünscht und kann mit ihr den Arbeitsumfang frei vereinbaren. Beide können auch individuell absprechen, ob die Gebrauchs- und Verbrauchsmaterialien weiterhin vom Auftraggeber gestellt, oder ob sie von der selbstständigen Reinigungskraft mitgebracht werden. Die kann im Gegenzuge ihren Stundensatz pauschal anheben und hat darüber hinaus noch die Möglichkeit, die Kosten für diese Materialien als betriebsbedingte Ausgaben steuerlich geltend zu machen.