Zeitung austragen

Wenn Sie einen Nebenjob suchen, genügt im Grunde genommen ein Blick ans schwarze Brett im Supermarkt oder im Kleinanzeigenteil Ihrer Tageszeitung. Nicht selten sucht gar der Zeitungsverlag selbst Menschen zum Austragen seines Blattes. Wenn Sie Interesse am Geld verdienen mit dem Austragen einer Zeitung haben, können Sie sich jedoch auch ohne in Inserat an den Verlag wenden. Zu bedenken ist lediglich, dass Sie mit dem Verteilen einer Zeitung lediglich einen geringen Verdienst für sich verbuchen können, insofern Sie dort als geringfügige Beschäftigung eingestellt werden. Der Verdienst stellt also ausschließlich einen Hinzuverdienst zu Ihrer Haupterwerbsbeschäftigung dar.

Wie hoch dieser Verdienst dann für Sie sein kann, hängt maßgeblich davon ab, welche Art von Zeitung Sie verteilen. Handelt es sich um ein Wochenblatt, das einmal die Woche gedruckt und womöglich an alle Haushalte verteilt wird, dann ist Ihr Lohn allemal geringer, als wenn es sich um eine Tageszeitung handelt. Denn diese müssen Sie an die Abonnementen nahezu jeden Werktag verteilen. Hinzu kommt in diesem Fall, dass die Kunden ihre Zeitung spätestens zum Frühstück in ihrem Briefkasten vorfinden möchten. Das heißt für Sie, dass Sie zu nachtschlafender Zeit aufstehen und Ihre Runde im Bezirk machen müssen. Das stellt für nicht wenige eine starke Belastung dar. Vor allem dann, sollten Sie im Anschluss an das Austragen der Zeitung noch zur Arbeit müssen. An ein Ausruhen ist dann naturgemäß nicht mehr zu denken. Sie büßen insofern auch ein Stückweit Lebensqualität ein, weil Sie ja auch des Abens frühzeit zu Bett gehen sollten, um den nächsten Tag einigermaßen frisch und ausgeruht bestehen zu können. Allein schon aus diesem Grund schrecken nicht wenige Menschen vor dem Verteilen einer Tageszeitung zurück und die Verlage suchen nahezu wöchentlich neue Verteiler für ihre Bezirke.

Etwas anders sieht es da schon bei den Wochenblättern aus, die, wie beispielsweise die Bild am Sonntag, nur am Sonntag an die Abonnementen verteilt werden müssen. Auch hier suchen die Verlage Verteiler für die Zeitungen, doch hält sich die Fluktuation im Rahmen, was für die mit viel Werbung versehenen so genannten Gratiszeitungen ebenso gilt, die regional am Wochenende auf die Verteilung an alle Haushalte in einem Zustellbezirk warten. Hier müssen Sie aber – sollten Sie eine solche Aufgabe in Erwägung ziehen – darauf achten, dass vermehrt Haushalte auf ihren Briefkästen einen Hinweis setzen, dass sie keine Gratiszeitungen in ihrem Briefkasten vorfinden möchten. Sollte es Ihnen dennoch passieren, kann es durchaus vorkommen, dass der Verlag eine Beschwerde von eben diesen Bewohnern bekommt, die an Sie weitergeleitet wird mit der Bitte, zukünftig auf solche Hinweise zu achten.

Wenn Sie also tatsächlich Interesse haben, mit Zeitungen austragen sich zusätzlich etwas Geld zu verdienen, dann sollten Sie folgendes beachten:

– Initiativbewerbung bzw. Kontaktaufnahme auf eine Anzeige in der Zeitung
– Bei Austragen von Tageszeitungen möglichst auf wohnortnahen Bezirk achten und Klärung mit Hauptarbeitgeber wegen der Arbeitszeiten und möglicher zusätzlicher Belastungen

Erwähnung finden sollte zum möglichen Verdienst beim Austeilen der Gratiszeitungen noch folgender Aspekt. Zwar gibt es ein so genanntes Grundgehalt, in dem auch eine Fahrtkostenpauschale enthalten ist. Außerdem zahlen Ihnen manche Verlage bei schwierigen Bezirken – etwa Bezirke mit vielen Einfamilienhäusern – einen Zuschlag, da sie in solchen Zustellbezirken eben nicht die hohe Zahl an Zeitungen verteilen können wie in solchen mit Mehrfamilien- und Hochhäusern.